Allerheiligenstriezel (Allerseelenzopf)

Allerheiligenstriezel
Allerheiligenstriezel (c) aus-omas-kochtopf.de

Was in Österreich der Allerheiligenstriezel ist, ist in Bayern der Allerseelenzopf. Was es damit auf sich hat und das passende Rezept für 4 kleine Zöpfe findest du hier. Ein süßer Hefeteig ist die Basis, wenn du Allerheiligenstriezel backen möchtest. Es gibt auch die Seelenwecken oder Armeseelen-Wecken, die aus einem Brotteig gebacken werden. Hier aber findest du das Rezept für süße Allerseelenzöpfe.

Allerheiligen und Allerseelen

Bevor es zum Rezept geht, gibt es zunächst aber noch ein paar Hintergrundinfos!

Wann ist Allerheiligen, wann ist Allerseelen?

Anfang November gibt es gleich zwei wichtige Tage für Christen: Allerheiligen und Allerseelen. Allerheiligen ist jährlich am 1. November, Allerseelen am 2. November.

Was wird an Allerheiligen und Allerseelen gefeiert?

An Allerheiligen gedenken die Christen der Heiligen, an Allerseelen der Verstrobenen. Da Allerheiligen in vielen Bundesländern ein Feiertag ist und Allerseelen nicht, kommen die Menschen meist an Allerheiligen am Friedhof zusammen, beten an den geschmückten Gräbern und zünden Kerzen für die Verstorbenen an. Rund um die Feiertage gibt es weitere Bräuche, wie zum Beispiel die Allerseelenopfer.

Wie kommt es, dass an Allerseelen bzw. Allerheiligen Zopf Brauch ist?

Ob Striezel, Zopf oder Wecken, süß oder salzig – die Gebäckstücke gehen als “Allerseelenopfer” auf einen Brauch zurück. An Allerseelen erhielten Patenkinder von ihren Paten die Seelenwecken. Kinder bekamen von den Eltern und junge Frauen von ihren Verehrern Seelenwecken geschenkt. Das ging sogar so weit, dass es als Heiratsantrag galt, wenn ein Mann seiner Angebeteten eine große “Seele” schickte. Und zum Heiraten war es Anfang November höchste Zeit, da der Advent nicht mehr fern und in dieser Zeit Heiraten verboten war.

Früher war es in manchen Regionen üblich, dass an Allerseelen auf den Gräbern ein Seelenwecken abgelegt wurde, welcher von den Ärmsten der Gesellschaft, meist von Kindern, nach dem Gräbergang eingesammelt wurde. Mancherorts zogen die Armen in der Zeit um Allerseelen von Haus zu Haus, um dort bei gut betuchten Bauern ein Seelenbrot zu erbetteln. Der Bauer erhoffte sich für seine Mildtätigkeit eine reiche Ernte im neuen Jahr. Diese Allerseelenopfer wurden im Rahmen des christlichen Festes in Gaben an Arme und Kinder umgewandelt.

Allerheiligenstriezel Rezept

Zutaten

  • 500 g Mehl
  • 30 g frische Hefe
  • 100 g Zucker
  • 100 g Butter
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 2 Eier
  • etws geriebene Zitronenschle oder ein paar Tropfen Zitronenaroma
  • 125 ml Milch

Hefezopf bestreichen

  • 1 Eigelb
  • 1 EL Milch
  • Hagelzucker

Zubereitung

Zubereitung:

  1. Vorteig: Das Mehl in eine Schüssel sieben. Ein Mulde bilden und darin die zerbröckelte Hefe, etwas Zucker und lauwarme Milch anrühren. Bei Zimmertemperatur ca. 15 Minuten gehen lassen.

  2. Dann die übrigen Zutaten an den Rand der Mulde setzen und alles vermischen. Anschließend mit der Hand oder dem Knethaken solange kneten bis ein glatter Teig entsteht und der Teig sich vom Rand ablöst.

  3. Anschließend den Teig zugedeckt an einem warmen Ort (ohne Zugluft!) gehen lassen bis er sich sichtbar vergrößert hat (mindestens eine Stunde).

  4. In der Zwischenzeit ein Backblech mit Butter bestreichen.

Zöpfe flechten und bestreichen

  1. Nach dem Gehen den Teig in vier gleich große Teile für vier Zöpfe teilen. Aus jedem Teil drei gleich große Stücke teilen und ca. 25 cm lange Rollen formen. Jeweils vier Zöpfe flechten. Diese auf das Backblech legen und nochmals zugedeckt ca. 20 Minuten gehen lassen.

  2. Eigelb mit 1 EL Milch verschlagen und die Zöpfe damit bestreichen. Anschließend noch Hagelzucker darüberstreuen

  3. Backzeit: 25 Minuten bei 160° C Heißluft oder  180° C - Unter- und Oberhitze

 

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