Milch von der Milchtankstelle

Heute ist es so weit. Ich hole zum ersten Mal frische Milch vom Bauernhof. Die Milch kommt zwar nicht direkt von der Kuh, sondern vom Milchautomaten, aber die Transportwege sind definitv kurz und die Milch ist frisch und unbehandelt.

Seit unser Sohnemann Kakao für sich entdeckt hat, ist unser Bedarf an Milch unglaublich gestiegen. Und wie ihr in einem anderen Beitrag lesen könnt, gehört Milchreis zu den Lieblingsgerichten meiner Kinder. Auf alle Fälle verstopfen deshalb eine Menge Tetrapaks den Gelben Sack. Um Plastikmüll zu reduzieren, sind wir auf Milch aus Flaschen umgestiegen.

Und da fiel mir wieder ein, dass es im nächsten Ort einen Milchautomaten – auch Milchtankstelle genannt – gibt. Also probieren wir das heute mal aus.

Milchtankstelle: Ein Besuch beim Bauernhof

Wir waschen noch schnell die Milchflasche aus und los geht’s mit dem Rad rund 4 Kilometer bis zum Biohof Grenzebach. Hier steht ein liebevoll gestaltetes Milchhäuschen und darin wiederum steht der Milchautomat. Zu kaufen gibt es unbehandelte Demeter Milch. Es gibt auch Flaschen zu kaufen, sollte man keine eigenen dabei haben.

Nun aber zum Milchautomaten: Wir werfen Geld für einen Liter Milch ein, halten die Flasche unter den Zapfhahn, drücken den Milchknopf und schon sprudelt die frische, kühle Milch in unsere Flasche. Fein. Und kaum sind wir fertig, kommen die Kühe um die Ecke, von denen die Milch ist. 45 Milchkühe werden von der Weide mitten durch den Ort zurück in den Stall getrieben. Der Verkehr steht still. Die Kühe flanieren gemächlich an uns vorbei. Dann ist die Prozession vorbei. Wir schwingen uns wieder auf’s Rad und fahren mit unserer frisch gezapften Milch nach Hause.

Warum Milch vom Milchautomaten so besonders ist:

  • Die Milch ist rund um die Uhr erhältich: 24 h, 7 Tage die Woche
  • Die Milch ist unbehandelt – weder erhitzt noch homogenisiert – ein unverfälschter Geschmack
  • Die Milch wird regional produziert – Direktvermarkter werden gestärkt, die Transportwege sind kurz

Hinweis am Automaten „Rohmilch – vor dem Verzehr abkochen!“

In frischer Rohmilch können sich Keime befinden. Deshalb ist der Hinweis gesetzlich vorgeschrieben. Gerade bei älteren Menschen, Kleinkindern und Schwangeren sollte dies beachtet werden. Die Milch sollte für 30 bis 45 Sekunden auf über 72 Grad erhitzt werden. So ist die Milch pasteurisiert. Wir haben die Milch ohne abkochen weiterverarbeitet zu Kakao, Pfannkuchen, Milchreis und Milchkaffee. Die Milch hält gekühlt 2 bis 3 Tage.

Milchautomat Standorte:

Wenn du auch eine Milchtankstelle finden willst, dann wirst du sicher fündig. Denn auch in deiner Nähe gibt es bestimmt eine Milchzapfstelle. So kannst du zum Beispiel nach einem Ausflug oder auf dem Heimweg von der Arbeit noch schnell frische Milch holen. Da die Nachfrage immer größer wird, bieten auch inzwischen viele Bauernhöfe frische Rohmilch vom Automaten an.

Hier habe ich ein paar nützliche Links für dich zusammengestellt:

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